50 Jahre Mauerbau

Brandenburger Tor mit Berliner Mauer Bild vergrößern (© Bundesarchiv) Vor 50 Jahren wurde die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland errichtet und trennte das Land und die Menschen voneinander. Unzählige Schicksale waren vom Bau der Mauer betroffen. 

Dieses zentrale Ereignis der deutschen Geschichte fand in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 statt. Die politische Führung des SED-Regimes riegelte die Westsektoren Berlins vom Ostteil der Stadt und der DDR ab und errichtete ein Grenzbefestigungssystem, das Deutschland für Jahrzehnte teilen sollte. Nach 28 Jahren fiel die Mauer im Zuge der friedlichen Revolution im November 1989.

Trabi durchbricht Berliner Mauer, Den Haag Bild vergrößern Ein Trabi durchbricht die Berliner Mauer: Die Installation im Garten der deutschen Botschaft in Den Haag. (© Botschaft den Haag) Was die Teilung an Kummer und Pein mit sich brachte, wie sie bezwungen wurde und welches Hochgefühl der Mauerfall den Menschen bescherte, gerät allmählich in Vergessenheit.

Um dem entgegenzuwirken riefen u.a. der Verlag Axel Springer, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Außenminister Guido Westerwelle auf, die Geschehnisse in Form von Ausstellungen, Reden und anderen Veranstaltungen gegen die Verklärung der SED-Diktatur zurück ins Gedächtnis zu rufen.

Guido Westerwelle bei der Ausstellungseröffnung Bild vergrößern Guido Westerwelle bei der Ausstellungseröffnung (© photothek / Imo) Im Auswärtigen Amt erinnerte eine Ausstellung im Lichthof an die Zeit, in der die Mauer Ost und West trennte, bevor sie 1989 fiel. "Sie wurde eingedrückt, und zwar von Menschen, von Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihrem Freiheitswillen dieses Monument der Unfreiheit eingestürzt haben und zwar von Osten in Richtung Westen", so Außenminister Guido Westerwelle bei der Eröffnung.

Der Freiheitswille der Menschen in der DDR habe zu "einem der glücklichsten Momente in der deutschen Nachkriegsgeschichte" geführt, und schließlich auch dazu, "dass 1990 die Wiedervereinigung die Spaltung unseres Landes überwunden hat, für die die Mauer stand", erklärte der Bundesaußenminister.

Bringschuld der Älteren

Es sei wichtig, dass man die Mauer nicht nur als Geschichte betrachte, sondern "dass wir sie als eine Geschichte immer und immer wieder erzählen". Denn Geschichte sei keine Holschuld der Jüngeren, sondern eine Bringschuld der Älteren, die sie erlebt haben. "Das ist auch unser Auftrag mit einer solchen Ausstellung".

Genauso wenig, wie es selbstverständlich sei, dass wir heute in einem vereinigtem Deutschland leben, so sei es auch keine Selbstverständlichkeit, dass wir in Europa friedlich und zum ersten Mal in der deutschen Geschichte umgeben von Nachbarstaaten lebten, die mit uns in Freundschaft, demokratisch unter demselben europäischen Dach verbunden sind.

Checkpoint Charlie in Berlin: zwischen 1961 und 1990 der bekannteste Grenzübergang zwischen dem West- und Ostteil Berlins Bild vergrößern Checkpoint Charlie in Berlin: zwischen 1961 und 1990 der bekannteste Grenzübergang zwischen dem West- und Ostteil Berlins (© picture-alliance/ ZB) Europa im Herzen

'Das sollte uns über manche Schwierigkeit hinwegtragen und manche Mühseligkeit, die natürlich auch mit europäischer Koordination und europäischer Politik immer wieder verbunden ist", betonte Westerwelle.

In einer aus diesem Anlass aktualisierten mehrsprachigen Flash-Chronik "Geschichte der deutschen Aussenpolitik" wird auch der Mauerbau 1961 dargestellt.

Erinnerung an die Teilung Deutschlands

Friedliche Revolution und Mauerfall im Herbst 1989 ebneten den Weg zur deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990

20 Jahre Deutsche Einheit 1990 - 2010

(© AA)

Gedenken an den Mauerfall vor 25 Jahren

(© Auswärtiges Amt 2006)

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Die Geschichte der Deutschen Außenpolitik

Flash-Animation mit chronologischem Überblick über die wichtigsten Stationen der Deutschen Außenpolitik seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949, kurzen Porträts aller deutschen Bundeskanzler und Außenminister sowie einer knapper Darstellung der Schwerpunkte der deutschen Außenpolitik seither.