Wettstreit der Sprache

Wer wird „Weltmeister“ der deutschen Sprache? Alle zwei Jahre versammeln sich Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Welt zur Internationalen Deutscholympiade, um ihre Deutschkenntnisse unter Beweis zu stellen. An der 3. Internationalen Deutscholympiade (IDO), die bis zum 14. Juli 2012 in Frankfurt am Main läuft, nehmen 100 Jugendliche aus 50 Ländern und fünf Kontinenten teil. Sie alle sind zwischen 16 und 19 Jahre alt und haben sich in ihren Heimatländern für den Wettstreit der Sprache qualifiziert, den das Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Deutschlehrerverband organisiert.

Zwei Jugendliche mit einem Wörterbuch. Bild vergrößern (© Internationale Deutscholympiade) Auch Ongnjen, 18 Jahre und aus Serbien, ist als „Sprach-Olympionike“ nach Frankfurt gekommen. „Ich bin unglaublich froh und stolz auf mich, weil ich es geschafft habe, mich zu qualifizieren. Bislang war ich noch nie in Deutschland. Jetzt habe ich eine einzigartige Gelegenheit, mit der deutschen Kultur und Sprache in Kontakt zu treten“, erzählt der Gymnasiast, der später Elektrotechnik in Belgrad studieren möchte. Deutsch begann Ongnjen vor zehn Jahren zu lernen – auf ungewöhnliche Weise: Seine Eltern hatten eine Satellitenschüssel gekauft, die das deutsche TV-Signal am besten empfing. „Mein Bruder und ich haben jeden Tag Cartoons und Schulfernsehen ohne Untertitel geschaut. So haben wir durch das Zuhören und Beobachten die deutsche Sprache verinnerlicht.“

Bei der Deutscholympiade zeigen Ongnjen und die anderen Teilnehmer auf drei Sprachniveaus und in drei Wettbewerbsteilen, wie gut ihr Deutsch ist: Sie gestalten eine Wandzeitung, entwickeln gemeinsam eine Präsentation und lösen ein Quiz. Im Mittelpunkt der Gruppenarbeiten stehen Themen, bei denen es um die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und den Heimatländern der Jugendlichen geht: Wie stellen die Jugendlichen sich ihre Zukunft vor? Was sind ihre Traumberufe? Wie verbringen Jugendliche aus Asien, Afrika, USA, Australien und Europa ihre Freizeit? Die Themen präsentieren die Jugendlichen in verschiedenen Formaten, zum Beispiel als Talkshow, Sketch oder fotografische Arbeit, die von einer Jury bewertet werden.

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