Die „Stadt aus Eisen“ tanzt
Was für eine Kulisse zum Tanzen und Abrocken: Die spätindustrielle Atmosphäre der „Ferropolis“ in Sachsen-Anhalt mit ihren riesigen Braunkohlebaggern ist jedes Jahr im Juli die Bühne für eines der bedeutendsten internationalen Musikevents. Dann strömen bis zu 20.000 Musikfans aus Deutschland und dem Ausland in die „Stadt aus Eisen“ zum Melt-Festival. Seine 15. Ausgabe erlebt das Festival vom 13. bis 15. Juli 2012. Schon vor Beginn können sich die Veranstalter freuen: Melt 2012 ist ausverkauft.
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(© Melt!-Festival)
Industriekultur trifft auf Musik – das macht das besondere Melt-Gefühl aus: In der „Ferropolis“ bauten bis 1991 fast 60.000 Bergleute jedes Jahr rund 100 Millionen Tonnen Braunkohle ab. Mit dem Melt-Festival und anderen Veranstaltungen erwacht der ehemalige Tagebau zu neuem Leben. Musiklieber tauchen hier drei Tage in einen Mikrokosmos mit Indiemusik, Elektro- und Technosound ein. „Wer dort war, wird gemerkt haben, dass die Rastlosigkeit, die Internationalität und das moderne Flair des Melt auch und vor allem live seinen besonderen Reiz haben“, schreibt das renommierte Musikmagazin Rolling Stone.
Auf dem Festivalgelände auf einer Halbinsel am Gremminer See stehen internationale Stars und Newcomer auf der Bühne. Ein Höhepunkt 2012 ist der Auftritt einer der derzeit wohl gefragtesten Popmusikerinnen: Lana Del Rey. Die 1986 in New York geborene US-Sängerin wurde mit dem Song „Video Games“ bekannt, mit dem sie im Dezember 2011 Platz eins der deutschen Charts belegte. Mit dabei ist auch der Singer-Songwriter Philipp Poisel, einer der aufstrebenden jungen Künstler des deutschen Pop.
Besuch bekommt das Melt-Festival in diesem Jahr auch von einer Gruppe von 15 internationalen Journalisten, die an einer Themenreise des Auswärtigen Amts teilnehmen. Sie besuchen wichtige Standorte der Popmusik in Deutschland, begegnen deutschen Musikern und Protagonisten der Musikbranche, lernen wichtige deutsche Musiklabels und Firmen kennen und tanzen vielleicht auch mit in Ferropolis.
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